1.000 Euro für die Meisterinnen des ASV Draßburg
Die Ehrung fand im Beisein des ersten Bewegungscoaches des ASKÖ-Projekts „Mädchen am Ball“, Bernd Eibler und dessen Nachfolger Gerald Popovits , statt. Der erfahrene Fußballtrainer, dessen Laufbahn ihn unter anderem zu Red Bull New York und zum 1. FC Köln führte, prägte das Projekt von Beginn an mit seiner sportlichen Expertise. Ebenfalls anwesend war der Initiator von „Mädchen am Ball“, ASKÖ-Ehrenpräsident Christian Illedits. Für ihn ist der Meistertitel des ASV Draßburg ein sichtbarer Beleg dafür, welche Wirkung langfristige Nachwuchsförderung entfalten kann.
„Der Meistertitel ist das Ergebnis von großem Einsatz, konsequenter Nachwuchsarbeit und echtem Teamgeist. Mit dieser Anerkennung wollen wir den Spielerinnen, dem Trainerteam und allen Verantwortlichen herzlich gratulieren“, betonten die ASKÖ-Vertreter bei der Scheckübergabe.
Vom Schulprojekt zum Meistertitel
Als „Mädchen am Ball“ Ende 2017 ins Leben gerufen wurde, steckte der Mädchen- und Frauenfußball im Burgenland noch in den Kinderschuhen. Ziel des Projekts war es, Mädchen frühzeitig für Bewegung und Fußball zu begeistern und ihnen den Einstieg in den Vereinssport zu erleichtern.
Der Erfolg lässt sich sehen. In den vergangenen Jahren wurden mehr als 3.400 Mädchen an 107 Volksschulen erreicht. Vereine wurden gezielt in Schnupperangebote eingebunden, regionale Stützpunkte aufgebaut und nachhaltige Strukturen geschaffen.
Der ASV Draßburg gehörte bereits 2018 zu den ersten Projektpartnern und präsentierte im Rahmen von „Mädchen am Ball“ seine Nachwuchsmannschaft. Heute, nur wenige Jahre später, steht der Verein als Meister der OSG Frauen-Landesliga an der Spitze des burgenländischen Frauenfußballs – ein Beispiel dafür, wie sich kontinuierliche Nachwuchsarbeit langfristig auszahlt.
Auch der Frauenfußball im Burgenland hat sich in dieser Zeit dynamisch entwickelt. Mit der Einführung der eigenständigen OSG - BFV Frauen-Landesliga im Jahr 2024 wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt. Die Liga bietet den Vereinen eine attraktive sportliche Plattform und unterstreicht die positive Entwicklung des Frauenfußballs im Land.
Symbol für nachhaltige Entwicklung
Die Auszeichnung des ASV Draßburg steht daher nicht nur für einen sportlichen Erfolg, sondern auch für eine Entwicklung, die über viele Jahre hinweg aufgebaut wurde. Das Projekt „Mädchen am Ball“ hat Schulen und Vereine enger miteinander vernetzt, Mädchen für den Fußballsport begeistert und die Basis für nachhaltige Vereinsarbeit geschaffen.
„Es freut mich besonders zu sehen, wie sich die Idee von ‚Mädchen am Ball‘ entwickelt hat. Dass heute ehemalige Projektvereine Meistertitel feiern und der Frauenfußball im Burgenland so eine positive Entwicklung genommen hat, bestätigt den eingeschlagenen Weg“, betonte Initiator und ASKÖ-Ehrenpräsident Christian Illedits.
Der Erfolg des ASV Draßburg zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn engagierte Vereinsarbeit, professionelle Nachwuchsförderung und langfristige Konzepte ineinandergreifen. Mit der Ehrung der Meisterinnen würdigte die ASKÖ daher nicht nur eine erfolgreiche Saison, sondern auch die nachhaltige Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs im Burgenland.

