Preisträger Integrationspreis 2024/25 ASKÖ Ringsport Neufeld
Mit dem Burgenländischen Integrationspreis sollen Personen, Initiativen, Institutionen, Vereine oder pädagogische Einrichtungen für besonderes Engagement in integrativen, interkulturellen, sozialen, kulturellen oder künstlerischen Projekten gewürdigt werden. Die Verleihung fand im Beisein von Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf im feierlichen Rahmen im Landtagssitzungssaal statt. Der Burgenländische Integrationspreis wurde zum vierten Mal vergeben.
2024/25 stand der Burgenländische Integrationspreis im Zeichen des Sports. „Sport überwindet kulturelle, sprachliche und soziale Barrieren. Auf dem Spielfeld, auf der Matte oder im Schwimmbecken zählt nicht, woher man kommt, sondern wie man sich in das Team, in die Mannschaft oder in den Verein einbringt. Gerade der Sport verbindet und schweißt zusammen, egal, ob aktiv oder passiv, und ist eine universelle Sprache, die keinen Dolmetscher braucht“, unterstrich Winkler. „Die ausgezeichneten Projekte zeigen: Integration ist kein abstrakter Begriff, sondern ein tägliches Tun. Sie bauen Brücken, wo andere vielleicht Mauern sehen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern!“
Unter dem Motto „Ringen statt Raufen“ hat der Verein ASKÖ Ringsport Neufeld bereits vor einigen Jahren das erfolgreiche Schulprojekt „Wrestling goes school“ ins Leben gerufen und damit Kindern eine Chance gegeben, ihre Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Teamgeist und ihr Durchhaltevermögen zu trainieren.
Mit dem aktuellen Projekt „Ringen verbindet – Gewaltprävention, Integration, Talentfindung“ hat der Verein nun eine Brücke von der Schule zum Verein geschlagen und führte eine wichtige Maßnahme zur Gewaltprävention und sozialen Integration fort.
Das Projekt, das seit September 2024 durchgeführt wird, hat sich zum Ziel gesetzt, Teilhabe durch Sport zu ermöglichen, und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen. Von den derzeit 30 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen haben 15 keine österreichische Staatsbürgerschaft. Sie kommen zum Teil aus Staaten, in welchen Ringen einen hohen Stellenwert hat. In der Altersgruppe bis zehn Jahre wird drei Mal pro Woche trainiert, Jugendliche trainieren täglich im Rahmen der schulischen Nachmittagsbetreuung 90 Minuten.
Um sprachliche Barrieren zu überwinden, werden Trainerinnen und Trainer mit Migrationshintergrund eingesetzt. Bewiesenermaßen werden durch die Sportart Ringen Neigungen zu Gewalttätigkeiten und Aggressionen reduziert. Zudem lernen die Jugendlichen, nicht nur Vertrauen und Respekt dem Gegenüber aufzubauen, sondern auch das eigene Körpergefühl zu optimieren.
Durch das langfristige „Dranbleiben“ des Projekts wird Sorge dafür getragen, dass dies alles auch nachhaltig passiert. Gleichzeitig sollen mit dem Ringtraining Talente erkannt und gezielt gefördert werden – sei es im langfristigen aktiven Leistungssport, als sportliche Aktivität ohne Leistungsorientierung wie auch als Trainerin und Trainer.
Bildtext LRin Winkler_Integrationspreis_1: Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Marc Bock (ASKÖ Ringsport Neufeld - Trainer), Mario Schindler (ASKÖ Ringsport Neufeld - Obmann und Trainer) und Landesrätin Daniela Winkler (v.l.).

