ZU EINSPARUNGSPLÄNEN DES ORF UND ABSETZUNG VON "ORF SPORT PLUS"
„Hier wird das Kind mit dem Bad ausgeschüttet und völlig ohne Kompetenz und Konzept mit
dem Sport ein Bereich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefährdet, der eine Milliarden
hohe Wertschöpfung für Österreich erzielt, Vorbilder für die Jugend hervorbringt und viel
Positives für unsere Gesellschaft leistet. Der ORF ist gesetzlich verpflichtet, die Vielfalt des
Sports darzustellen und nicht nur die Premium-Sportarten, die auf ORF 1 vorgesehen sind
und teils auch Geld für Lizenzrechte erhalten“, so ASKÖ-Präsident Hermann Krist.
„Das ASKÖ Präsidium hat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig folgende Resolution
verabschiedet, wonach wir vehement gegen die Einstellung von ORF Sport Plus protestieren.
Wir fordern unter Einbeziehung der Sport Austria einen sofortigen Runden Tisch mit
Bundeskanzler Nehammer, Sportminister Kogler, Medienministerin Raab und ORFGeneraldirektor
Weissmann, in dem eine Lösung für den Fortbestand des Kanals gefunden
wird. An wenigen Millionen Euro kann es nicht scheitern, dass die Existenz von vielen
Sportarten und Vereinen, die eine Werbepräsenz benötigen, gefährdet wird, zudem weiter
Sendeflächen für so wichtige Bereiche wie Frauensport, Jugendsport, Behindertensport,
Inklusion im Sport bzw. interessante Diskussionen, Pressekonferenzen und Präsentationen
zur Verfügung stehen. Hier geht es für vieles im Sport ums nackte Überleben. Der öffentlich
rechtliche Rundfunk muss auch künftig seiner gesetzlichen Verpflichtung nachkommen und
neben der Vielfalt des Sports auch zur Kommunikation der vielen positiven Wirkungen des
Sports, im Sinne von bewusstseinsbildenden Maßnahmen für die Bevölkerung auf allen
Sektoren beitragen! ORF und Politik müssen jetzt Verantwortung übernehmen und der
österreichischen Bevölkerung auf möglichst vielfältige Weise den Zugang zu Sport,
sportrelevanten Themen und vor allem unseren Kindern und Jugendlichen ermöglichen.“

